Neslihan Kumcu, Wien
Im Juli hatte ich die großartige Chance auf ein Praktikum an der slowakischen
Börse in Bratislava. Als ich kurz vor den Sommerferien erfuhr, dass ich
die Möglichkeit habe an der Börse zu arbeiten, war ich außer
mir vor Freude. (Denn wenn man sagt, dass man an der Börse gearbeitet
hat dann kommt das immer gut an. Und das nicht nur in der Arbeitswelt. Kurz
gesagt man kann damit angeben.)
Aber einen Tag vor der Abreise wandelte sich meine Freude in Angst
und Befürchtungen um. Ich war unsicher und hatte Angst vor
dem was auch mich zukommen würde. Wie z.B.: ob ich überhaupt
meine Arbeit wie erwünscht erledigen könnte. Naja, ein
zurück gab es jetzt nicht mehr. Und am 3.Juli war es
dann auch so weit. Mein 1. Arbeitstag stand mir bevor. Wahrscheinlich
wie jeder andere an seinem 1.Arbeitstag war ich üüüberpünktlich
erschienen. Ich wurde von einer jungen Mitarbeiterin von der Börse
empfangen, die mir dann auch alles erklärte was ich zu tun
hatte
und mir alle Notwendigen Informationen gab. Dank den netten Mitarbeitern hatte
sich meine Angst in Luft aufgelöst und ich war erleichtert und freute
mich jeden Tag auf die Arbeit. Meine Aufgabe war es eine Mappe mit ca. 30-50
Seiten über die nordischen und baltischen Börsen (die Norex & Omx)
zu erstellen,. . . auf Englisch! Eine nicht besonders leichte Aufgabe aber
auch nicht unüberwindbar, wenn man etwas englisch spricht. Der wichtigste
Grund warum ich an dem Projekt Workplacement teilgenommen habe ist, dass es
mir klarerweise einen immens großen Vorteil am Arbeitsmarkt bietet. Und
weil ich gewusst habe, dass ich nicht alleine in Bratislava arbeiten werde.
Denn wenn man privat ein Praktikum im Ausland macht dann macht
man dies auch eigentlich immer alleine. Da wir insgesamt 4 Mädchen
waren und uns auch recht gut vertragen haben, haben wir viel gemeinsam
unternommen. An Spaß hat es nicht gemangelt.( Das war wie
eine Klassenreise nur ohne der Aufsicht von Lehrern.)
Im Grunde ist ein Auslandspraktikum eine recht gute Erfahrung
für mich gewesen. Ich bin viel selbstständiger und viel
selbstbewusster geworden. Ich persönlich würde es jedem
empfählen. Vor allem, weil Auslandspraktiken heut zu Tage
sehr gefragt sind. Und in erster Linie Praktiken in der östlichen
EU-Mitgliedsländern. Denn das ist ein wachsender Markt. |