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Das Projekt "Job und Schule"

Eine große Herausforderung die wir hinter uns gebracht haben.

Die kaufmännischen Schulen des bfi Wien und unsere Partnerschule Imrich Karvas Handelsakademie in Bratislava erstellten eine Erhebung wie viele Schüler derzeit an beiden Schulen berufstätig sind. Nach langen Durststrecken wie z.B.: Fragebögen erstellen, verteilen, auswerten usw. konnten wir dieses Riesenprojekt am 24. Juni 2005 mit einer Präsentation in der Slovenska Sporitelna Bank in Bratislava abschließen.

Der Tag begann am Südbahnhof. Die Schüler der 3bK und die Professoren haben sich alle in der Halle eingefunden. Nun sind wir ungefähr eine Stunde mit der Bahn nach Bratislava gefahren. Danach dauerte es mit dem Bus etwa 10 Minuten bis wir in der Bank ankamen. Mein Herz schlug immer schneller, da ich nicht wusste was uns erwarten würde. Doch als wir in dem Saal ankamen, wo wir präsentieren durften, war ich einfach nur erstaunt und wurde noch nervöser. Der Raum war riesiger als wir dachten. Er ähnelte, mit einer Leinwand und Sitze mit Mikrofon auf einer großen Bühne, einem Kongresssaal. Mir war klar dass wir hier präsentieren müssten. Es war eine Riesenherausforderung aber auch eine Ehre für mich. Nach einigen Worten der Projektleiter und der Verantwortlichen der Bank,   konnten wir mit der Präsentation anfangen. Mit mir haben Slávka Hutárová und Zuzana Smakalová aus Bratislava und Michael Muttenthaler, Michael Hoffman, Roland Neumayr und Manuel Hlavinka aus Wien präsentiert. Nach anfänglicher Nervosität, wurden wir immer sicherer und souveräner - es war eine sehr gute Präsentation.

Was haben wir aus den interessanten Ergebnissen herauslesen können? Wir haben sehr viele berufstätige Schüler (wir reden hier von den BEZAHLTEN berufstätigen Schülern). Neben dieser großen Anzahl haben wir auch erfahren dürfen, dass die geleistete Arbeitszeit bei manchen wirklich enorm ist. Die überraschendsten Ergebnisse lieferte der Aufbaulehrgang, jene Schulform, in der Handelsschüler nach drei Jahren auch mit einer HAK-Matura abschließen. Sehr viele versuchen endlich in die Arbeitswelt einzusteigen, doch falls es nicht klappen sollte, sehen sie die Schule als Alternative.

Man konnte auch schön sehen, dass mit dem Alter der Schüler und dem Schulfortschritt die Zahl der Berufstätigen gestiegen ist. Hauptmotiv für eine Berufstätigkeit war, wie wir es erwartet hatten, ?Geld zu verdienen"; aber auch um die Familie zu unterstützen. Der Zusammenhang zu den Lehrinhalten ist leider gering ausgefallen. Was hat man aus dem Städtevergleich sehen können? Dass die berufstätigen Schüler in Bratislava einfach mehr und länger arbeiten als die Schüler des bfi .

Am Ende unseres Auftritts waren wir erleichtert, all das gut überstanden zu haben. Auch das Lächeln unserer Professoren bestätigte ihre Zufriedenheit und unsere gute Leistung. Nach der folgenden Miniführung durch die Hauptzentrale der Bank, gab es das lang ersehnte Mittagessen. Anschließend verabschiedeten wir uns von den Schülern aus Bratislava und konnten uns mit vollem Magen auf den Weg in die sehr schöne Altstadt machen. Nach dem ?Sightseeing" sind wir mit dem Bus vom Zentrum direkt zum Bahnhof gefahren. Im Zug nach Wien hat man erschöpfte als auch erleichterte Gesichter gesehen. Trotz viel Stress, Turbulenzen und Unsicherheiten in der Vorbereitung zur Präsentation, konnten wir mit erhobenem Haupt Bratislava verlassen und stolz auf die Leistungen von uns Präsentatoren und aller Mitwirkenden sein.

Ritz Tidoso, Wien